Druckerei Panzig unter erweiterter meisterlicher Obhut
Zwei Jahre Lern- und Prüfungsstress sind überstanden
Das alteingesessene Druckhaus Panzig aus der Friedrich-Loeffler-Straße bezieht jetzt sein
neugebautes Objekt im Greifswaldergewerbegebiet Herrenhufen-Süd. Wie der Inhaber Thomas
Panzig erklärte habe man sich mit dieser Entscheidung zum Standort Greifswald bekannt.
In das neue Objekt mit der Adresse „Studentenberg 1a“, direkt an der B96 in Richtung
Neubrandenburg, investierte die Familie 2,8 Millionen Mark. Gut eine Million Mark kostete
das Grundstück und der schlüsselfertige Gewerbebau mit 900 Quadratmetern Nutzfläche.
Hauptsächlich wurde mit der Investitionssumme neue Technik angeschafft: So kostete allein
eine Vierfarben-Druckmaschine 1,4 Millionen Mark. Die Maschine aus der Kategorie Speedmaster
ist neben einem gleichartigen Produkt auf der Insel Rügen die einzige in Vorpommern, freut
sich der 43jährige Inhaber: „Es ist das modernste der Formatklasse, das auf dem Weltmarkt
erhältlich ist.“ Seinen Worten zufolge können in dem seit 1876 gegründeten Druckhaus auf
dieser Maschine alle Produkte bis zur Größe von 52 x 74 Zentimetern gedruckt werden. Trotz
der großen Investition bleibt das Druckhaus auch in seinen Preisen konkurrenzfähig,
versichert Panzig. Unter bestimmten Aspekten, zum Beispiel bei hoher Auflage, werde man sogar
noch günstiger.
Mit dem Standort haben sich Thomas Panzig und 15 Mitarbeiter ehrgeizige
Ziele gesetzt. So möge die neue Technik gut ausgelastet sein und der neue Standort sich
bewähren. Die Mitarbeiter hoffen, daß ihr neues Domizil genauso angenommen wird wie das
bekannte Haus in der Innenstadt. Und nicht zuletzt müsse in Greifswald und Vorpommern noch
viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit Druckaufträge aus dieser Region
nicht - wie oftmals in der Vergangenheit - nach Westdeutschland erteilt werden.
Die 14 neuen Kundenparkplätze am Studentenberg werden ihr übriges tun. Mit der Eröffnung
des neuen Hauses kann Thomas Panzig die Anspannung der letzten Monate endlich mal ablegen.
Am alten Standort, der genauso wie die 1995 angemietete Nebenstelle nun aufgegeben wird,
wurde es einfach zu eng.
Die wirtschaftlichen Zahlen des Druckhauses lassen eine günstige
Prognose zu. So wurde der Umsatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich
gesteigert: 1996 1,4 Millionen Mark, 1997 1,6 Millionen und in diesem Jahr wird
erstmals die Schwelle von 2 Millionen Mark überschritten, schätzt Thomas Panzig ein.
Während Ehefrau Ute ihren Beruf als Physiotherapeutin 1988 aufgab und seitdem die
Buchführung übernommen hat, wird Sohn Martin, heute 21jährig, eines Tages den
Traditionsbetrieb fortführen. Er lernte Offsetdrucker und will Anfang des neuen
Jahrtausends seinen Meister machen.
Quelle: Volker Stübs - Die Pommersche Zeitung
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