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Druckerei Panzig seit 100 Jahren erfolgreich

Seit nunmehr 100 Jahren ist das Handwerksunternehmen Panzig in Familienbesitz. Und auch für die Zukunft sieht sich das nach ISO 9002 zertifizierte Druckhaus im Wettbewerb gut aufgestellt. Angefangen hat alles 1876 in der Friedrich-Löffler-Straße der Hansestadt Greifswald. 1905 erwarb Emil Panzig das Unternehmen und war damit Gründer des Druckhaus Panzig. Der heutige Betriebsinhaber, Thomas investierte nach der Wende am Greifswalder Studentenberg in ein neues Unternehmensgebäude sowie modernste Drucktechnik, um im Schritt der neuen Zeit und mehrfach revolutionierter Verfahrenstechnik mithalten zu können.
Um den Nachwuchs im Unternehmen machen sich Thomas und seine Frau Ute Panzig keine Sorgen. Sohn Martin hat die Meisterprüfung bereits in der Tasche und qualifiziert sich momentan zum Betriebswirt. Ute Panzig, eigentlich Physiotherapeutin an der Uni-Klinik, hält seit 1988 die Finanzen des Familienunternehmens fest im Griff. Firmenchef Thomas managt die Firma, die derzeit 28 Angestellte beschäftigt, davon zwei in der Ausbildung. Sohn Martin kümmert sich hauptsächlich um den reibungslosen Produktionsablauf.
Ein großer Kundenstamm gewährleistet eine gute Auftragslage. Neben vielfarbigen Broschüren, Plakaten, Kalendern, hat das Druckhaus Panzig eine Fülle von amtlichen Vordrucken anzufertigen. Die Palette der Formblätter reicht von der amtlichen Geburtsurkunde über die Heirats- bis zur Sterbeurkunde - und alles was dazwischen die Behördengänge eines Menschen notwendig macht, das druckt Panzig auch.
Wettbewerbsfähigkeit verlangt ständige Modernisierung International agierende und namhafte Unternehmen, die bei Panzig drucken lassen, setzen die Zertifizierung eines fachlich versierten Betriebes nach ISO 9002 voraus. Seit 1999 erfüllt das Druckhaus dieses Kriterium und setzt damit zugleich auf Wettbewerbsvorteile, was die bundesweite Auftragslage bestätigt. Vielleicht ist in naher Zukunft auch mit Druckaufträgen aus Skandinavien oder Polen zu rechnen.
Derzeit kann Thomas Panzig keine unmittelbare Konkurrenz auf Grund der EU-Osterweiterung erkennen. "Wer mit modernstem Layout und vorzüglicher Qualität in den Wettbewerb einsteigen will, der muss auch kräftig investieren. Wer kräftig investiert, muss auch Geld verdienen, um Kredite und laufende Neuanschaffungen wie hochwertiges Papier, Farben usw. bedienen zu können", ist die Meinung von Thomas Panzig. Eher könne es sein, so die Vision des rührigen Unternehmers, dass ein Betrieb mit vielgestaltigen Angeboten auf dem polnischen Markt Fuß fassen könnte.
Mit der EU-Osterweiterung kommt vermutlich auf das Drucker-Handwerk auch keine Welle von neuen Verordnungen und Änderungsrichtlinien hinzu. Aber, manch neue Festlegung ist für viele Handwerksunternehmer anderer Gewerke einfach nicht nach-follziehbar. "Moderne und leistungsfähige Unternehmen erfüllen schon heute die bundeseinheitlichen Normen wie zum Beispiel beim Lärmschutz. Neue Regularien aus EU-Beschlüssen könnten bisweilen enorme Kosten verursachen die letztlich zu Lasten der Verbraucher gehen würden", so Panzig. Historisches ergänzt den hochwertigen Maschinenpark.
Bei aller technischen Innovation kommt auch das Traditionelle nicht zu kurz. Wenn auch das System der beweglichen Letter des Johannes Gutenberg im Unternehmen Panzig lediglich Anschauungsmaterial für Schüler und Praktikanten ist, hält der Meister es doch in Ehren und räumt ihm einen Sonderplatz im Eingangsbereich des Unternehmens ein. Andere altehrwürdige Maschinen müssen auch heute noch praktische Dienste im Unternehmen leisten. Die robuste Stanzmaschine "Viktoria" stammt aus dem Jahre 1949 und bringt ständig eine große Anzahl von Einlageblättern mit scharfem Schnitt in die richtige Form. Auch auf das tschechische Modell "Grafo Press" aus dem Jahre 1975 will der Meister noch nicht verzichten und setzt es gelegentlich für ausgewählte Arbeiten ein.
Quelle: Iris Röhner - DHB magazin 08/05
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